02.11.2018 – 19:00 Tatort : Freiheit


XXVII. Greizer Theaterherbst – Werkstatt Film | Jugend – „Tatort: Freiheit“
Dieser „Tatort“ hat alles, was ein guter Krimi braucht: Spannung und Action, eine Leiche, engagierte Ermittler – und es ist der erste Greiz-Tatort. Am Freitag, 2. November 19 Uhr, wird der im Rahmen des XXVII. Greizer Theaterherbstes entstandene Film „Tatort: Freiheit“ noch einmal in Bildungs- und Begegnungsstätte Siebenhitze Greiz aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

Worum geht es? Sommer in Greiz. Acht Jugendliche drehen in einer Filmwerkstatt einen Krimi. Die Dreharbeiten werden unterbrochen, als sich eine Freundin vom Turm des Oberen Schlosses in den Tod stürzt. Die Jugendlichen glauben nicht an einen Selbstmord und beschließen, der Sache nachzugehen. Ausgerüstet mit Spürsinn, Cleverness und Mut kommen sie einem Verbrechen auf die Spur und bringen sich dabei selbst in Gefahr. Ein Wettlauf mit der Zeit beginnt…

Basierend auf Improvisationen der Jugendlichen wurde in der von den Berliner Video- und Theaterkünstlern, Kai Wido Meyer und Franziska Dittrich, geleiteten Filmwerkstatt für Jugendliche der erste Greizer Tatort entwickelt und gedreht.
Es spielen: Laura Adler, Alina Dillner, Johanna Löffler, Kyra Popp, Elias Reinhold, Josi Schmidt, Sina Schubert, Kai Stolpmann u.a.

Ostthüringer Zeitung, Kultur, Freitag, 21. September 2018:
„Die jungen Darsteller füllen mit Ausdruck, Authentizität und Hingabe ihre Rollen und Figuren aus. Nichts wirkt gekünstelt oder affektiert. Damit ziehen die Spieler den Zuschauer ebenso in ihren Bann, wie der stets von passender Musik untermalte Film an sich. Schnelle Schnitte und actionreiche Szenen wechseln gekonnt mit ruhigen, langen, häufig die Spannung zusätzlich steigernden Bildern und Zwischenschnitten. Die bewusst unruhige Kameraführung in manchen Sequenzen erzeugt für die Zuschauer wie bei dem berühmten „Blair-Wich-Project“ eine beklemmende Nähe und extreme Eindringlichkeit. Und dass der Krimi nicht ausschließlich bierernst daherkommt, macht ihn aus einer weiteren Sicht liebenswert. So sorgt zum Beispiel eine Türklappszene in der Unterkunft des Gangsterpärchens ebenso für Lacher wie manche Dialoge.
Mit „Tatort: Freiheit“ ist den Jugendlichen der Filmwerkstatt gemeinsam mit den Werkstattleitern, Kai Wido Meyer, der Kamera und Schnitt übernommen hat, und Franziska Dittrich, die für den Ton verantwortlich zeichnete, ein kleines Meisterwerk gelungen, das dem Krimigenre alle Ehre macht.“

20.10.2018 Beats, Cuts & Raps in der Siebenhitze

Am 20.10.2018 gibt es Beats, Cuts & Raps in der Siebenhitze. Ab 18 Uhr Küfa (Küche für alle) und im Anschluss Rana Esculenta und Le Monde Est En Flammes auf unserer kleinen, feinen Bühne!

Le Monde Est En Flammes
Die Welt brennt – Refpolk und Ben Dana
HipHop-Projekt, das im Sommer 2016 von Daisy Chain aus Athen, Ben Dana aus Bremen und Refpolk aus Berlin gegründet wurde. Jedes Mitglied rappt in eigener Sprache – auf Griechisch, Französisch und Deutsch. Ziel ist es, Aktivismus und Hip Hop zu verbinden. Le Monde Est En Flammes schreiben nicht nur politische Songs, sondern sind in einer Bewegung aktiv, die auf Solidarität und Selbstorganisierung setzt. Neben ihrer Musik sind sie Teil des Projekts In.Flammen, ein politisches Hip-Hop-Netzwerk zwischen Griechenland und Deutschland. Die Musik von Le Monde Est En Flammes ist Widerstand und Angriff, um die Utopie zu leben.
Da Daisy Chain im Oktober nicht spielen kann, werden Refpolk und Ben Dana die Band vertreten.

Rana Esculenta
Rap und irgendwas mit Frosch und Wasser.
Die rapaffinen Frösche aus Leipzig vereinen ihre individuellen Stärken zu einem spannenden musikalischen Mix, in dem viel Wert auf Kommunikation und Mit- statt Neben- oder Gegeneinander gelegt wird. Mit antreibenden Aussagen und Beats bringen sie nicht nur die Wasseroberfläche in Bewegung. Die vier Frösche springen in Höhen und Tiefen, nach vorne und hinten, getrieben vom Wunsch, immer wieder in neue Sphären abzuheben, auch mal in der Luft zu hängen und trotzdem auf dem Boden zu bleiben.
Die Quadratur des Teiches!

28.09.18 – Küfa – Küche für Alle + Film


Küfa – Küche für alle!
Ohne Mampf kein Kampf.
Immer am letzten Freitag des Monats – vegane Küche für alle.
Gegen eine kleine Spende gibt’s wieder was feines :)

Danach zeigen wir noch einen Film…
Also kommt rum.

28.09.2018 ab 17:00.

14.08.18 – 20 Uhr – Rechte Szene in Greiz und Umgebung – Infoveranstaltung und Diskussion

Kein Bock auf Nazis
Rechte Aufmärsche, Hetze in den sozialen Medien und verbale wie körperliche Übergriffe durch Neonazis und andere Rechte gehören in Deutschland zum traurigen Alltag. Extrem rechte Parteien, Bewegungen, Initiativen und Personen versuchen, die Alltagskultur und die gesellschaftlichen Diskurse zu bestimmen. Auch in unserer Region gibt es immer wieder Aktionen, Feste, Konzerte und andere Aktivitäten der rechten Szene.

Mobit e.V. bietet einen Überblick über die Aktivitäten, Strategien und Strukturen der extremen Rechten in Greiz und Umgebung, im Vogtland, in Ostthüringen. Welche Organisationen gibt es, wie treten sie auf und was propagieren sie? Wer sind ihre Wortführer und welche Gefahren gehen von ihnen aus? Wie kann man darauf reagieren und welche Gegenstrategien bieten sich an?
Diese und andere Fragen wollen wir gemeinsam beleuchten und diskutieren.

14.08.18 – 20 Uhr – Siebenhitze 51 – Greiz

Ausschlussklausel:
Entsprechend § 6 Abs. 1 Versammlungsgesetz sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, von der Veranstaltung ausgeschlossen.

Support für das AZ „Kim Hubert“ in Salzwedel

support
In der Nacht zum 05.06.18 gab es einen massiven Angriff auf das AZ „Kim Hubert“ in Salzwedel in Sachsen-Anhalt, bei dem mehrere Neonazis gegen Mitternacht in das Haus eingedrungen sind. Diese gingen gezielt in die Zimmer, in denen an diesem Tag auch Menschen übernachteten, und haben dort, aber auch im Rest des Hauses, alles was erreichbar war, zerstört. Es wurde Pfefferspray versprüht, eine Rauchbombe gezündet und dann war nach wenigen Minuten der Spuk wieder vorbei. Die Aktivisten vor Ort werten den Angriff als Reaktion von organisierten Rechten auf einen Antifaschistischen Stadtspaziergang mit den Musikanten der RAK, der einige Wochen zuvor statt gefunden hat.
Einen ausführlichen Artikel zu den Geschehnissen in Salzwedel gibt es bei Neues Deutschland, ein Interview mit einer Aktivistin bei Vice.

Wir, die wir in Greiz in einer Stadt ähnlicher Größe ebenfalls versuchen, einen kleinen, selbstorganisierten Freiraum mit Kultur, Politik und gelebter Solidarität zu etablieren und Antifaschismus eigentlich für eine Selbstverständlichkeit halten, können solche Vorfälle nicht einfach ignorieren. In diesen Zeiten, in denen der gesellschaftliche Rechtsruck sich immer offensiver Bahn bricht, in der mit einer Selbstverständlichkeit Grundrechte eingeschränkt, das Asylrecht ausgehöhlt und rechte Umtriebe bagatellisiert und normalisiert werden, sind wir ALLE aufgerufen uns einzumischen und uns unserer stärksten Waffe zu erinnern: SOLIDARITÄT.

Deshalb werden wir am 14.07. zum Kleinkunztpunk im Garten eine Spendenkasse für das AZ in Salzwedel bereit haben, und auch alles, was über unsere Unkosten hinausgeht, verwenden, um den Menschen dort in der Provinz zu helfen.

Hier geht es zum Aufruf des AZ in Salzwedel.

Wir sehen uns am 14.07., Kleiderordnung: Spendierhosen. :)