19.10.2019 – Beats, Cuts & Raps #2


Telepolis/heise: Verrauchte Wut, verlöschtes Leben : … im Rap, der einst die Musik der Unterdrückten und Abgehängten war. Wie Unterdrückte und Abgehängte überall (v.a. in der SPD) träumen sie mitnichten davon, das ungerechte System zu stürzen, sondern nur davon, selbst darin nach oben zu steigen. So rappt der Rapper davon, wie stark und cool er ist, und wie er seinen Lambo auf dreihundert Sachen beschleunigt. (Subversiv wäre, ihn in den Klärteich zu schieben.)

Für euch im Haus : Der subversive Klärteichschieber: Ben Galo, der sich selbst als anarchistischen Randalierer bezeichnet. Mit seiner Musik, die er selbst als Punkrap bklassifiziert, reißt er die gängigen Rap-Klischees vom Mittelstands-Gangsta-Kid ein und macht genau das, was telepolis vermisst: Laut und subversiv die Missstände des ungerechten Systems anprangern.

Lady Lazy ist eine querfeministische Rapperin aus Berlin, die seit 2014 mit ihrer Musik diskriminierendem Mainstreamrap eine Alternative entgegensetzt. Mit ihren Texten macht sie auf Ungerechtigkeiten im Alltag, im Hip Hop und in gesellschaftlichen Strukturen aufmerksam, Sie spricht vor allem die Gefühlsebene der Zuhörer_innen an, motiviert diese, regt zum Nachdenken an, und nimmt ab und zu Klischees auf die Schippe, um mit Humor ernsten Themen an einigen Stellen die Schwere und Bedrohlichkeit zu nehmen.

2015 erschien das erste Album von Torkel T „Ums Ganze“ beim Label Springstoff. Seitdem spielte er etliche Konzerte in ganz Deutschland sowie in der Schweiz und in Italien. Torkel T versteht sich selbst als politischen Menschen mit viel Liebe zu anarchistischen Ideen und einer klaren antifaschistischen Grundhaltung. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sich seine Persönlichkeit, seine Weltanschauung und seine Ideen von einem schöneren Leben auch in seinen Texten widerspiegeln.

Zur Aftershow wird DJ FVU noch einige Rap-Perlen auf die Teller, die die Welt bedeuten, legen.